Fischerverein Wendlingen e.V.

 

ISLAND

 

Zehn Wendlinger Fischer waren vom 29.05. bis 05.06.2007 in Island. Am 29.Mai 2007 war es endlich soweit. Ein Jahr hatten wir auf diese Tage gewartet und uns die Köpfe im vielen Meetings heiß geredet. Welche Rute, welche Rolle und Schnur, welche Köder, rundum, was nehmen wir mit. Unser Gepäck war flugbedingt auf 40 Kg beschränkt, also mussten wir mit dem Gewicht haushalten.

Wir flogen 3 ½ Stunden von Frankfurt/Main nach Keflavik International Airport, weiter mit dem Shuttle-Bus 40 Min. nach Reykjavik National Airport, um anschließend den 45 minütigen Inlandsflug nach Isafjördur zu genießen. Ein letzter Bustransfer von 40 Min. nach Sudureyri brachte uns in unsere Unterkünfte.

Am nächsten Tag war Fischen angesagt. Nach einer kurzen Einweisung wurden die wirklich komfortablen Boote übernommen. Die Boote haben alle Erwartungen übertroffen. Bei einer Länge von 7,6 m und einer Breite von 3 m hat man mit 5 Mann Besatzung genügend Platz zum Fischen. Auch die Motorisierung war mit 160 PS , einem VOLVO Diesel Injektion, Inboarder, ausgezeichnet. Heizbare Kabine, Navigation, GPS mit Kartenplotter, Echolot, Rettungsinsel, Funk mit Verbindung zur Küstenwache ist ebenfalls vorhanden.

Alle nötigen Utensilien wurden gepackt, Abmeldung per Funk „Radio Isafjödur“ beim Coastguard und endlich fuhren wir zum Fischen. Einige Kanten, Tiefen und Unterwasserberge wurden getestet. Dorsche von durchschnittlicher Größe und annehmlichen Stückzahlen wurden gefangen. Nicht schlecht für die erste Ausfahrt. Unsere 5 Neulinge waren über den Fischreichtum schon beeindruckt. Aber ganz ehrlich, die richtigen Kracher waren noch nicht dabei.

Von Tag zu Tag wurden die Fische größer. Wie hatten neue Stellen ausprobiert und waren fündig geworden. Tagesfänge mit mehreren hundert Kilo waren „normal“. Jetzt kamen täglich auch Dorsche über der 20 Pfd.-Marke an Bord. Massenweise Seelachse (Köhler), und einige Shellfische. Zahlreiche Dorsche mit 24, 25, 27 und 29 Pfd. konnten angelandet werden. Strahlende Gesichter.

Der Hit war ein Dorsch von sage und schreibe 34 Pfd. Gefangen von Reiner Roth. Siehe u.a. unter „Bilder“.

Alle waren von diesem Fischreichtum beeindruckt. In und um Island gibt es weltweit noch die größten Fischvorkommen. Fische die wir nicht selbst verwerten konnten, wurden in der ortsansässigen Fischfabrik abgeliefert und gehen in die Fangquoten der Berufsfischerei ein. Somit wird alles sinnvoll verwertet, vorausgesetzt der Fang wird genauso behandelt wie der der Berufsfischer. (Kühlkette usw.)

Im Gegenzug erhalten wir nach einer Besichtigung der Fischfabrik das Angebot, 20 Kg gefrostete, professionell verarbeitete Fischfilets verschiedener Sorten, kostenlos mitzunehmen.

Bei diesem vorhandenen Qualitätsmanagement überlegten wir nicht lange und nahmen das Angebot an. Somit haben wir uns viel Zeit und Mühen erspart. Besser geht es nicht.

Ein Naturschauspiel sind die Vögel auf der Insel. Eissturmvögel, Möwen, Papageientaucher, Baßtölpel und viele mehr. Baßtölpel stürzten sich senkrecht aus 30 m Höhe auf unsere Beutefische, gerade mal 1,5 m von der Bordwand entfernt. Die ersten paar mal zuckt man schon zusammen. Am 13.06.2007 wurde von einem Kieler Anglerkollegen in Sudureyri ein neuer Isländischer Rekord-Heilbutt mit 348 Pfd. mit Rute und Rolle gefangen.

 Ein wahrer Monsterfisch bei 2,37 m Länge. Weitere Heilbutts mit Gewichten von 88, 144, 176 Pfd. konnte von dieser Gruppe gelandet werden. Also, es gibt dort auch ganz Große. Klasse Wetter, kein Regen, der Wind hielt sich in Grenzen.

Zusammenfassend war die Reise ein absoluter Traum. Deshalb wurden bereits für 2008 zwei Reisen nach Island organisiert. ( Vom 27.05. bis 04.06.2008 und vom 26.08. bis 03.09.2008 ) Einige Plätze sind noch frei.

Info bei: N.Kühnel Tel.07024-54922 + 0171 7571911

oder per E-Mail

 

Teilnehmer waren:

Fischer Achim, Pfisterer Joachim

Knauer Herbert, Raff Rainer

Kromer Peter, Richter Günter

Kühnel Helmut,  Roth Reinhard

Kühnel Norbert,  Wahl Gottfried

 

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